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Wenn es kein Testament gibt, ...

... dann tritt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) in Kraft. Es legt die gesetzliche Erbfolge fest, nach der jedem Familienmitglied entsprechend seiner Stellung innerhalb der sogenannten Ordnung ein Pflichtteil zusteht. Die Ehepartner stehen auf der gleichen Stufe wie die Erben erster Ordnung, gelten juristisch aber nicht als Familienmitglieder und gliedern sich daher nicht in die gesetzliche Erbfolge ein.

Die Verteilung gliedert sich nach

  • Erben erster Ordnung: Kinder, Enkel und Urenkel
  • Erben zweiter Ordnung: Eltern, Geschwister, Neffen/Nichten
  • Erben dritter Ordnung: Großeltern, Onkel/Tanten, Cousins/Cousinen

Stief-, Schwieger- und Pflegekinder gehören nicht zu den gesetzlichen Erben. Für die Ehegatten und Partner aus eingetragenen Lebensgemeinschaften gelten besondere Regelungen.

Für eine juristisch einwandfreie Ausführung ist es angeraten, einen Notar oder Anwalt zu Rate zu ziehen. Er kann auch darüber informieren, in welchem Rahmen vorzeitige Schenkungen etc. sinnvoll sind, um beispielsweise die Zahlung an Erbschaftssteuer so gering wie möglich zu halten. Weitere Informationen finden Sie auch hier:

Erben und Vererben(Bundesministerium der Justitz)

Wie verfasse ich ein Testament?

Falls das oben kurz beschriebene Erbrecht nicht Ihren Wünschen entspricht, sollten Sie ein Testament verfassen. Folgende Punkte müssen Sie dabei beachten: Jede volljährige Person im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte ist zum Verfassen eines Testaments berechtigt. Das Schriftstück muss vom ersten bis zum letzten Buchstaben eigenhändig und handschriftlich verfasst sein und mit vollem Namenszug, Datum und Ortsangabe versehen werden. Grundsätzlich empfiehlt sich eine notarielle Beratung. Zu berücksichtigen ist, dass ein gemeinschaftliches Testament nur gemeinschaftlich geändert werden kann. Dies ist nach dem Tod eines Ehepartners nicht mehr möglich.

Wenn die Verträge unterzeichnet und hinterlegt sind, sollten alle Betroffenen über die Existenz und den Verbleib der Verfügungen unterrichtet werden.

Weitere Informationen zu beiden Themen können Sie der Broschüre „Erben und Vererben“ des Bundesministeriums der Justiz entnehmen.

www.bmj.de/Erben_und_Vererben.pdf

Wie bei allen juristischen Fragen empfehlen wir Ihnen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, die wir Ihnen auf Wunsch gerne vermitteln.